Krebs am Arbeitsplatz
Shownotes
- Nationale Krebspräventionswoche – „Lass mal checken“: https://www.krebspraeventionswoche.de/lass-mal-checken
- Deutsche Krebshilfe – Betriebliche Gesundheitsförderung: https://www.krebshilfe.de/informieren/fuer-fachkreise/betriebliche-gesundheitsfoerderung/
- Deutsche Krebshilfe – Informationen zur Krebsfrüherkennung: https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsvorsorge-und-krebsfrueherkennung/
- Infonetz Krebs: - Kostenfreie Beratung für Betroffene und Angehörige zu medizinischen, sozialrechtlichen und weiteren Fragen rund um Krebs – auch zu Fragen der beruflichen Rückkehr. Telefonisch unter 0800 80708877 - https://www.krebshilfe.de/helfen/rat-hilfe/persoenliche-krebsberatung-infonetzkrebs/
- Rauchfrei im Mai: https://www.rauchfrei-im-mai.de/
- Bewegungslandkarte des DOSB: https://bewegungslandkarte.de/
- Rezept für Bewegung: https://www.dosb.de/service/tools/detail/rezept-fuer-bewegung
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00:00:00: Wie viel Krebs ließe sich eigentlich verhindern und was hat ausgerechnet der Arbeitsplatz damit zu tun?
00:00:07: In dieser Folge von Arbeit trifft Gesundheit geht es um Krebsprävention, Früherkennung und die Frage welche Rolle Betriebe und die Arbeitsmedizin dabei spielen können.
00:00:18: Denn gerade über die Arbeitswelt erreichen wir viele Menschen – oft auch diejenigen, die sich sonst nur selten mit Vorsorge- und Prävention beschäftigen!
00:00:27: Dazu spreche ich mit Charlotte Weiß von der Deutschen Krebshilfe.
00:00:31: Wir schauen auf die nationale Krebspräventionswoche, auf konkrete Möglichkeiten der Prävention im Betrieb und darauf warum informierte Entscheidungen bei der Krebsfrüherkennung so wichtig sind.
00:00:43: Und wir sprechen darüber was passiert wenn eine Krebserkrankung tatsächlich eintritt?
00:00:47: Wie kann die Rückkehr an den Arbeitsplatz gelingen?
00:00:49: Was brauchen Betroffene über Prävention, Unterstützung und darüber warum Gesundheit eben auch bei der Arbeit beginnt.
00:01:03: Hier und jetzt wo Arbeit auf Gesundheit trifft in dem Arbeitsmedizinischen Podcast für Beschäftigte, Personalverantwortliche, BGM-Log, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, ArbeitspsychologInnen, Ärztinnen und Ärzte
00:01:18: aller Fahre.
00:01:31: Heute Krebs am Arbeitsplatz.
00:01:35: Vorbeut, erkennen und begleiten!
00:02:14: Nationalen Krebspräventionswoche.
00:02:16: Charlotte Weiß ist die Leiterin der Presse und Öffentlichkeitsarbeit, der Deutschen Krebshilfe.
00:02:21: Und ich bedanke mich, dass du dir die Zeit genommen hast heute hier zu uns ins Büro zu kommen.
00:02:26: Schön, dass Du da bist,
00:02:27: Charlotte!
00:02:27: Ja, ich freue mich sehr.
00:02:28: ganz herzlichen Dank für die Einladung.
00:02:30: Ja, sehr gern!
00:02:32: Uns ist es ein Herzensanliegen, mich bloß über die nationale Krebsprevention Woche zu sprechen und unsere Zusammenarbeit mit der deutschen Krebs Hilfe sondern uns geht's natürlich auch Ganz konkret um das Thema.
00:02:44: und was können Betriebsärztinnen und Betriebensärzte beitragen zum Thema Krebsprävention, Krebsfrüherkennung aber eben auch vielleicht zum Arbeiten mit und nach Krebs.
00:02:55: Aber wir fangen vielleicht mal vorn an.
00:02:59: also es muss ja nicht jeder Krebs so zu sagen ausbrechen.
00:03:04: wie viel Krebs lässt sich denn eigentlich verhindern?
00:03:07: Und welche Rolle kann der Arbeitsplatz bei der Prävention an der Stelle spielen?
00:03:11: Genau.
00:03:12: Ja, wie du sagst also Krebsprävention beginnt letztendlich ganz lange vor einer Diagnose und wir haben oder wissen das sind Berechnungen von deutschen Krebsforschungszentrumen dass wird tatsächlich durch eine gesunde Lebensweise bis zu vierzig Prozent der Krebserkrankung vermeiden könnten.
00:03:28: Das ist ein enorm großes Potenzial Und das ist ne Zahl.
00:03:34: Das möchte ich auch immer an der Stelle ganz vorne weg immer betonen.
00:03:37: das heißt nicht irgendjemand, der an Krebs erkrankt ist, selbst schuld an seiner Erkrankung ist.
00:03:43: Gleichzeitig kann aber doch jeder etwas dazu beitragen sein ganz persönliches Risiko zu erkranken reduzieren und diese vierzig Prozent die sich auf eine gesunde Lebensweise beziehen.
00:03:54: dazu zählt an allererster Stelle dass das Thema rauchen bzw nicht rauchen.
00:03:58: also Rauchen verursacht alleine sozusagen zwanzig prozent der vermeidbaren Krebserkrankungen Alleine schon wahnsinnig viel, also vielleicht um das mal in Kontext zu setzen.
00:04:06: Also jedes der Erkrankungen ungefähr fünfhundertzwanzigtausend Menschen an Krebs, die Zahl steigt...
00:04:12: Entschuldige, fünfhundertzwanziger?
00:04:14: Fünfhundert
00:04:16: zwanzig tausend!
00:04:16: Okay ich habe sich überlegt ob fünfhundenzwanzigen oder fünfhunderzwanzige Tausende.
00:04:20: Also eine halbe Million.
00:04:21: Eine
00:04:21: halbe Millionen Menschen erkrankt jedes Jahr neu an KreBS.
00:04:25: und wie gesagt wenn wir das jetzt einmal in Zahlen rechnen, vierzig Prozent werden vermeidbar, das sind ungefähr zweihunderttausenden und allein hunderttaußen werden rein theoretisch durch das Nichtrauchen vermeidbar.
00:04:35: Und da kann der Betrieb eine Rolle spielen?
00:04:37: Da kann er betriebene Rolle spielen, indem er quasi Setting schafft wo das Rauchen sozusagen erschwert wird beziehungsweise Mitarbeiter motiviert mit dem Rauchen aufzuhören.
00:04:49: also die Mitarbeitenden in den Rauchen und ich glaube da gibt es verschiedene Möglichkeiten.
00:04:54: gerade wieder über die Betriebsmedizin du sagst es gerade schon ist das größte Präventionssetting Deutschlands.
00:04:59: Betriebsmiliziner sehen die Menschen, die sehen sozusagen auch welche Mitarbeitende vielleicht brauchen.
00:05:05: Sehen es?
00:05:05: Riechen ist?
00:05:06: Sprechen mit den Menschen und sie können dann mit dem Menschen sprechen und sie eben vielleicht zu einem Rauchstopp-Versuch erstmal zu bringen.
00:05:17: Und wir haben als solche Kripsilfe auch verschiedene Projekte, die dabei unterstützen Insbesondere auch eins das kennt ihr schon Vielleicht kennt's auch der eine oder andere Hörer Rauch frei.
00:05:27: im Mai Ist dieses Jahr das zweite Jahr gelaufen.
00:05:30: Projekt, das wird von der Deutschen Krebshilfe und im Bundesinstitut für Gesundheit ihr gefördert.
00:05:38: Und der VDBW unterstützt das schon ganz fantastisch indem er es nämlich an die Betriebe bringen.
00:05:42: und viele Betrieben machen tatsächlich mit.
00:05:44: wir sehen in der Auswertung dass viele teilnehmende Überbetriebe sozusagen akquiriert werden und das Ziel ist eben den Monat Mai als Rauchstopp-Monat zu nutzen beziehungsweise Prävention und Gesundheitsforschung, Kiel setzt das um.
00:06:04: Und die Teilnehmenden bekommen dann täglich Tipps und Motivation eben dabei zu bleiben.
00:06:09: Und der Clou ist man kann hinterher sozusagen einen Geldpreis gewinnen wenn man es schafft den Mai rauchfrei zu bleiben.
00:06:16: Das muss man hinterher durch ein Coutinientest sozusagen auch noch beweisen nachweisen.
00:06:22: Also ganz offiziell sozusagen.
00:06:24: Genau, aber rein theoretisch um wiederum in den Betrieb zurückzugehen könnten natürlich Betriebe zusätzlich auch Incentives ausloben für sowas wie einen Rauchstoffversuch.
00:06:34: und neben Rauchfrei Mai gibt es natürlich viele andere Möglichkeiten.
00:06:38: Auch dazu haben wir Informationsmaterial Und
00:06:42: die Informationen sind nicht nur im Mai verfügbar denke ich mal.
00:06:45: Wir werden die Seite natürlich mit in unseren Schulnoten verlinken also schaut da auch gern mit rein.
00:06:50: Genau sehr gerne.
00:06:52: Jetzt habe ich nur über das Rauchen gesprochen, aber Rauchen ist natürlich auch wiederum nicht der einzige Risikofaktor.
00:06:56: Tatsächlich gibt es vierzehn Maßnahmen die theoretisch dazu beitragen das Krebsrisiko zu senken und neben dem Rauchen das Wichtigste ist eigentlich das Adipositas.
00:07:09: Überhöhtes Körpergewicht ist ein Risikofaktor, der vermeidbar wäre eben durch vor allen Dingen Bewegung und Ernährung.
00:07:14: Bewegung sowieso ist sozusagen der größte Schutzfaktor.
00:07:17: also es macht wahnsinnig viel Sinn einfach Bewegungen in den Alltag zu integrieren.
00:07:21: wir reden jetzt hier nicht nur von Sport vom Leistungssport sondern wirklich Bewegung im Alltag den Weg zum Arbeitsweg zur Arbeit zB aktiv zu gestalten wenn möglich mit dem zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren, wenn man mit ÖPNV fährt sozusagen dieser klassische Tipp eine Station eher auszusteigen und den Rest zu gehen in der Mittagspause sich zu bewegen.
00:07:44: Also ich glaube da gibt es ganz vielfältige Möglichkeiten oder dann auch betriebliche Angebote zur Gesundheitsförderung vielleicht Fitnesskurse und auch da kann ganz viel gestaltet werden im betrieblichen Setting von Arbeitgebern
00:07:57: Wenn du das Thema Bewegungen ansprichst beispielsweise Das sind natürlich einerseits Möglichkeiten für den Betrieb, da konkrete Angebote zu schaffen.
00:08:06: Aber wenn ich an die Arbeitsmedizin denke – an Betriebsärztinnen und Betriebärzte – die bieten ja auch ganz, ganz konkrete Beratungen für die Beschäftigten an.
00:08:16: Also ich kann jederzeit als Beschäftigter zu meinem Betriebesarzt gehen.
00:08:20: das ist die sogenannte Wunschvorsorge.
00:08:21: Wenn ich das Gefühl habe meine Tätigkeit belastet meine Gesundheit dann hab' ich das gesetzliche Recht sozusagen mich da beraten zu lassen Und das machen Betriebeärzte natürlich auch sehr gerne Und das wäre dann wahrscheinlich auch ein guter Hinweis für Betriebsärztinnen und Ärzte eben mit der ganzheitlichen Vorsorge.
00:08:39: Das Thema Bewegung ist auch ein wichtiges Thema.
00:08:41: Wir arbeiten da mit dem Deutschen Olympischen Sportbund zusammen, wir haben das Rezept auf Bewegung oder für Bewegungen was ich gerne an der Stelle noch mit erwähnen möchte.
00:08:49: ja also es gibt die Bewegungslandkarte von der deutschen Olympischen vom Deutschen Olympische Sportbunt wo man sehen kann wo gibt es gute Sportangebote im Verein bei mir um die Ecke weil's eben auch mit zur Krebsprävention beiträgt wie du jetzt schon dargestellt hast.
00:09:02: Genau, danke für den Hinweis.
00:09:03: Das sind tatsächlich beides Projekte wo wir eben auch mit involviert sind.
00:09:06: Bewegungslandkarte Rezeptaufbewegung weil es einfach noch mal einen anderen Stellenwert hat wenn man sozusagen von seinem Arzt oder Betriebsmediziner Bewegungen in Anführungszeichen verschrieben bekommt.
00:09:15: das hat nochmal einen anderen Impact also gerade quasi ja möglicherweise vulnerable Personen die vielleicht auch sonst nicht so motiviert sind zum Sport zu gehen.
00:09:23: da hat das nochmal ein anderen Impact wenn sie eine Rezept bekommen.
00:09:27: und gleichzeitig was ich vielleicht noch an der Stelle erwähnen möchte Die ganzen Risikofaktoren, über die wir jetzt sprechen.
00:09:32: Das sind natürlich auch... Krebs ist eine Erkrankung und macht wahnsinnig viel Angst.
00:09:37: Und das ist eine schwere Diagnose.
00:09:39: Die liegt in der Regel aber ja auch entfernerer Zukunft.
00:09:42: Aber natürlich trotzdem muss man heute aktiv werden.
00:09:44: Aber die ganzen Risiko-Faktoren wenn ich sie heute vermeide dann schütze ich mich ja auch vor ganz vielen anderen Volkskrankheiten, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen.
00:09:54: Also insofern reden wir eigentlich gar nicht nur über Krebspräventionen sondern an der Stelle auch insgesamt über Gesundheitsförderung eigentlich.
00:10:04: Sehr gut!
00:10:04: Ja da ist natürlich der Betrieb ein ausgezeichnetes Setting dafür das hatten wir jetzt schon angesprochen.
00:10:09: Auch die direkte Ansprache ist es auch gesetzlich und über Verordnungen ja schon sehr viel Krebsprävention auch im klassischen Arbeitsschutz natürlich drin.
00:10:18: Wir sprechen ja nicht bloß von Ernährung und Bewegungen, sondern auch von den anderen krebserregenden Stoffen beispielsweise aus dem Arbeitsschuz.
00:10:26: Das ist die Krebsprevention also möglich zu vermeiden dass es zu einer Krebserkrankung kommt aber das lässt sich ja nicht immer vermeiden.
00:10:34: Manchmal kommt's doch zu einer
00:10:36: Erkrankung Genau und dann geht es eben darum Krebs möglichst früh zu erkennen.
00:10:42: Sogenannte Krebsfrüherkennung spielt da eine große Rolle.
00:10:45: Warum ist das so wichtig?
00:10:46: Weil hier früher ein Krebs erkrankt wird, desto besser ist er in der Regel behandelbar und die Prognose sind die Heilungschancen.
00:10:53: Und letztendlich auch die Lebensqualität, weil im Zweifelsfall einfach schonender behandelt werden kann.
00:10:57: Es gibt von den gesetzlichen Krankenkassen bestimmte Untersuchungen, die bezahlt werden für Menschen dann definierten Alters- und Geschlechts.
00:11:07: Da haben wie gesagt gesetzlich versicherte Anspruch drauf Und deswegen bin ich ganz dankbar, dass du das Thema ansprichst.
00:11:14: Weil dann würde ich an der Stelle nämlich auf die Kripsprovinzonswoche eingehen, die nämlich jetzt im September stattfindet in der Woche vom einzwanzigsten September – vielleicht ganz kurz zur Woche was es damit aus sich hat!
00:11:25: Die Nationale Kribsprovinzenswoche ist eine Initiative von der Deutschen Krebshilfe und dem deutschen Krebsforschungszentrum unter Deutschlandkrebsgesellschaft.
00:11:33: Sie gibt seit dem Jahr zwei Tausendneunzehnt zeigt auch ein Stück weit, sehr, sehr hohen Stellenwert hat seither.
00:11:43: Also gerade mit dem DKFZ sind wir da in einer strategischen Partnerschaft unterwegs und wir wollen einfach darüber aufklären wie man Krebs vermeiden kann.
00:11:51: also deswegen Krebspräventionswoche.
00:11:53: das ist vor allem die Prima-Prävention über das was wir gerade gesprochen haben nicht rauchen Bewegung, normales Körpergewicht.
00:11:59: Und die Krebsfrüherkennung ist aber eben auch ein Thema.
00:12:02: das ist die sogenannte Sekunde der Prävention und wir haben die Krebpräventionswoche die gestalten immer zu einem dieser Risikofaktoren.
00:12:09: beziehungsweise in diesem Jahr steht eben die Krebesfrüherkennung im Fokus
00:12:14: und
00:12:14: du hast auch schon gesagt genau dass die Arbeitswelt sozusagen das größte Präventionssetting.
00:12:20: Wir können im Prinzip darüber glaube und die Krebs Früherkennungsuntersuchungen werden noch relativ wenig wahrgenommen.
00:12:36: Man muss aber auch dazu sagen, haben nicht nur Vorteile, man muss sich das genau im individuellen Fall anschauen.
00:12:42: Die können auch Nachteile haben.
00:12:44: deswegen ist es wirklich uns wichtig zu betonen.
00:12:45: Es geht hier um eine informierte Entscheidung aber es ist halt wichtig dass ich die Information überhaupt erst mal erhalte, dass ich weiß... Ich habe einen Anspruch dass ich weiss okay was kann der Vorteil sein?
00:12:55: Was kann der Nachteil sein?
00:12:56: und dann zusammen kann ich neben daran teilnehmen.
00:12:58: diese Untersuchung war oder eben auch nicht.
00:13:00: Und in der Kripspräventionswoche wollen wir im Prinzip eine Kommunikationsoffensive letztendlich starten und sind da total dankbar, dass der VDBW und die Arbeitsmedizin uns da so wahnsinnig gut unterstützen.
00:13:14: Und ich auch eben die Gelegenheit habe hier heute zu sprechen um das bekannt zu machen, um dafür ein bisschen Werbung zu machen weil wir verschiedene Module zur Verfügung stellen, die Betriebsmediziner sozusagen nutzen können also quasi wirklich Informationspakete mit Informationsmaterialien aber auch im extra Design, was wir entwickelt haben.
00:13:36: Wo man in Betrieb mit Postern auf Aktionen aufmerksam machen kann.
00:13:40: Wir haben Postkarten entwickelt das kann alles bei uns bestellt werden.
00:13:44: In der Woche selbst gibt es jeden Tag einen Lunch Vortrag zu den verschiedenen Untersuchungen.
00:13:52: Das heißt also ich kann mich in meiner Mittagspause vor dem Bildschirm setzen oder vor Tablets und nebenbei zuhören was Experten zu bestimmten Themen Da vorstellen.
00:14:04: Also erzähl mal ein bisschen vom Programm.
00:14:06: Genau, das ist theoretisch möglich.
00:14:08: Sollte natürlich auch in Zustimmung mit dem Arbeitgeber passieren.
00:14:11: Andererseits wir stellen die Vorträge hinterher online und können auf der Webseite www.krebspräventionshoche.de eingesehen werden.
00:14:19: Und im Prinzip es gibt fünf Krebsarten wo es gesetzliche Krebsverkennung gibt.
00:14:26: Wir haben einerseits die Frauengesundheit da haben wir das Brustkrebsqueening also die Marmografie und Gebärmutterhalsgripsqueening.
00:14:34: Wir haben bei der Männergesundheit, da gibt es die Option, das mit dem Ruden abtasten plus PSA-Test, der allerdings tatsächlich keine Leistung der Krankenkasse ist.
00:14:46: Prostatatest?
00:14:47: Genau!
00:14:47: Die Leitlinie empfiehlt eigentlich ein PSA Test.
00:14:50: Die Krankenklasse bezahlt aber die Tastuntersuchung und wird aber in der Leitung nicht mehr empfohlen.
00:14:54: also deswegen ist es für Männer gar nicht so einfach zu sagen ja was soll denn der Mann jetzt machen zur Prostatkripsüberkennung.
00:14:59: Deswegen finde ich, ist das so das Feld was am schwierigsten ist auch kommunikativ zu begleiten.
00:15:04: Das ist wirklich eine Herausforderung und aber umso spannender ist es dann vielleicht an dem Vortrag teilzunehmen.
00:15:09: Ich habe mir jetzt vorhin noch ne Frage aufgekommen kann doch oft der Rekord sein Aber du hast von nachteilen von so einer Untersuchungen oder von einem Test gesprochen.
00:15:17: Was also was kann nicht mehr da grundsätzlich darunter vorstellen?
00:15:20: Genau!
00:15:20: Also das können über Diagnosen sein.
00:15:22: Über Diagnose?
00:15:23: Über
00:15:23: Diagnosen das heißt also wird und dass dein Therapien durchgeführt werden, die eigentlich vielleicht gar nicht notwendig wären bzw.
00:15:30: über Diagnosen, die dann quasi einfach für Unsicherheit sorgen.
00:15:37: oder beziehungsweise auch wenn ich an der Untersuchung teilnehme und dann auf dem... ...der Untersuchungen zunächst positiv ist und dann weitere Untersuchungsfolge um das abzuklären, dann muss ich kurzfristig mit der Unsicherheitsleben, ich habe vielleicht Krebs, dass muss man natürlich auch einfach aushalten.
00:15:50: dann, das ist eine psychische Belastung.
00:15:53: Und genau, das sind vor allem die beiden Punkte.
00:15:57: Und je nach Untersuchung vielleicht als Ergänzung noch, wenn ich jetzt an die Kuliskopie denke.
00:16:01: Das ist ja schon auch ein Eingriff also theoretisch... Das
00:16:03: ist eine Früherkennung von Darmkrebs?
00:16:05: Genau
00:16:06: das Darmkriebsqueening und Kuliskopie.
00:16:08: Da können natürlich auch Verletzungen im Darmen entstehen.
00:16:10: Das passiert nicht wäufig aber das ist natürlich einen stückweiten invasiver Einggriff.
00:16:17: Dann haben wir glaube ich fast das Programm durch.
00:16:19: Fehlt noch der Hautkrebs.
00:16:21: Der ist auch mit am Freitag dabei.
00:16:23: Also in der Woche findet jeden Tag einen Lunchvortrag statt zu den Möglichkeiten der Kripsrührkennung.
00:16:29: Das ist immer die Frauengesundheit, die Männergesundheit.
00:16:33: Verhautkrebs, Lungenkrebs und Darmkrebs bei der Männergesundkeit, das ist eben das Prostlager-Karizinum.
00:16:38: mit der Frauengesundtheit geht es um Brustkrebs oder Eierstockkrebs.
00:16:41: Und da haben wir jeden Tag eine Experte, einen Experten, die ein Vortrag halten.
00:16:48: Es sind ungefähr ne halbe Stunde und danach gibt es auch die Möglichkeit Fragen zu stellen eine Interaktion zu schaffen und diese Vorträge werden danach zur Verfügung gestellt.
00:16:58: Und können auch weiterhin genutzt werden.
00:17:18: Wir hatten
00:17:19: vorhin
00:17:19: schon mal über das Thema Früherkennung gesprochen, was der Beitrag von Betriebsärzinnen ist.
00:17:26: Du hattest gesagt wie wertvoll und wichtig so eine Früherkennung ist.
00:17:30: oftmals wird ja die Diagnose erst gestellt, wenn die betroffene Person einen gewissen Leidensdruck hat oder merkt.
00:17:38: hier ist irgendwas anders.
00:17:39: Es ist dann möglicherweise schon vielleicht nicht zu spät aber wenn man früher ansetzt so habe ich das verstanden sind die Chancen besser damit eben umzugehen.
00:17:50: und das ist ja auch der besondere Vorteil der bedriebsärztlichen Vorsorge an der Stelle weil wir ja bei Betriebsärztinnen und Ärzte Menschen erreichen, die nicht unbedingt sonst zum Arzt gehen.
00:18:02: Genau!
00:18:03: Ja ich will vielleicht nochmal einmal klarstellen also wenn ich schon Beschwerden habe und dann zum Arz gehe und dann tatsächlich ein Krebs diagnostiziert werde?
00:18:09: Weil wenn ich Beschwerde habe kann ich ja jederzeit oder sollte ich auch dann zum arzt gehen, wenn ich irgendwas an mir feststelle was irgendwie verdächtigt ist unabhängig von der gesetzlichen Krebsrührerkennung.
00:18:19: Das Ziel der Krebs-Rührkennung ist da gerade gesunde Menschen zu untersuchen, die noch überhaupt gar nichts merken und das dann eben so früh festzustellen und so frühen Behandlungen einleiten zu können.
00:18:28: Dass da eben nix Schlimmeres draus wird also nix metastasiert und dass man den Ball möglichst flach hält sozusagen an der Stelle.
00:18:38: Ja vielleicht neben den nebenden Landsporträgen gibt es eben auch Präsentationsmodule die online gestellt werden, wie gesagt es ist wirklich bei uns auch Experten anzufragen.
00:18:49: Das können wir nicht alle anfragen dann bedienen aber da versuchen wir zu unterstützen und Experten zu vermitteln.
00:18:53: Aber unsere Idee ist eigentlich auch tatsächlich Betriebsmediziner zu Multiplikatoren einfach zu machen das betriebs Mediziner auch möglicherweise selbst Vorträge anbieten für ihre Arbeitnehmenden zu den Themen Genau, dass wir dann sozusagen gar nicht irgendwo einen Onkologen haben müssen.
00:19:12: Sondern auch Betriebsmediziner können da selbst Vorträge halten plus natürlich in der Sprechstunde Arbeitnehmende darauf hinweisen wenn sie sehen okay die Person kommt vielleicht dafür in Frage und für die wäre das vielleicht interessant.
00:19:29: Was für ein toller Impuls.
00:19:30: also Betriebesärzte sind ausgezeichnete Multiplikatoren Für euch ja auch nicht ganz neu als Profession.
00:19:37: Wir sind ja schon, sag ich mal länger im Austausch und in der Zusammenarbeit.
00:19:42: Und die Deutsche Krebshilfe ist da für uns ein unheimlich wichtiger Partner als Großorganisationen, die sich genau mit dem Thema Prävention auseinandersetzt was für uns ja auch wichtig ist.
00:19:53: Weißt du, wann wir uns das erste Mal sozusagen waren?
00:19:55: Die deutsche Krebshilfe und der VdBW zum ersten mal zusammengearbeitet haben.
00:19:59: Ja meine Unterlagen verraten mir dass das Zweitausendvier der Fall war also seit über zwanzig Jahren.
00:20:05: tatsächlich Wir sind regelmäßig bei den Betriebsärztekongressen Präsent.
00:20:10: seit Jahrzehnteilf fühlen wir jedes Jahr im Sateliten-Symposium durch gemeinsam.
00:20:14: Also das ist wirklich eine ganz fantastische Entwicklung, da gibt es um unterschiedliche Themen aber im Prinzip die du auch schon angesprochen hast also gibt's um Prävention und Früherkennung aber natürlich eben auch um die Themen berufstätig mit und nach Krebs weil dass natürlich auch wahnsinnig relevant ist für Betriebe und die Betriebsmedizin.
00:20:32: Das heißt ihr seid auch dieses Jahr in Mainz wieder mit dabei?
00:20:34: So
00:20:34: ist es!
00:20:35: Sehr schön.
00:20:38: Wenn es denn dann wirklich passiert beschäftigt eine Beschäftigte erkrankt.
00:20:42: Was muss dann im Betrieb passieren?
00:20:44: Wie kann man damit umgehen, was kann Betriebsarzt machen und was können Beschäftigten
00:20:48: machen?".
00:20:50: Ich glaube das ist eine Frage die man gar nicht ganz so einfach beantworten kann weil jeder Arbeitsumfeld ist anders, jeder Krebsbetroffene ist einfach ein Mensch der anders tickt jede Krebserkrankung ist anders.
00:21:05: ich glaube Idealerweise, also das Ziel muss es sein die Betroffenen am Arbeitsplatz wirklich bestmöglich zu unterstützen.
00:21:12: Und ich glaube dass Betriebsärzte, Ärztinnen da eine vermittelende Rolle spielen können und auch sollten.
00:21:22: Die Faktoren die vielleicht leichter machen ist sicherlich wenn eine Vertrauenskultur herrscht aber ist vielleicht nicht immer so.
00:21:30: Also letztendlich ein Betroffener muss ja seine Diagnose nicht seinem Arbeitgeber mitteilen, aber es kann vielleicht hilfreich sein weil er vielleicht Einschränkungen hat.
00:21:40: also das gibt ja einfach quasi Neben- und Spätfolgen die ihn einschränken auch in seiner Arbeitsfähigkeit.
00:21:48: Und ich denke immer Es ist eigentlich für alle Beteiligten sowohl für den Betroffenen als auch für den Arbeitgebers hilfbereich wenn man weiß, was man spricht.
00:21:58: Dass man einfach bestmöglich zusammenfindet und möglicherweise Maßnahmen ergreift die eben den Wiedereinstieg in den Beruf möglich machen indem man möglicherweise auch Änderungen vornimmt also je nachdem Wenn man im Büro ist dann mehr Homeoffice ermöglicht oder.
00:22:17: Ich meine die Frage ist auch es kann noch körperlicher Einflüsse haben wenn ich zum Beispiel nicht mehr schwerheben kann aber Handwerk arbeite oder in der Logistik dann muss ich vielleicht auch, brauche ich einen anderen Arbeitsbereich.
00:22:29: Und dann ist halt die Frage also bin ich dazu dann auch kompetent als Arbeitnehmer?
00:22:34: Ist dafür vielleicht eine Umschulung erforderlich?
00:22:35: Bin nicht dafür bereit.
00:22:36: aber darüber muss man natürlich dann einfach auch sprechen und gucken was da möglich ist.
00:22:39: und ich denke dass der, das die Betriebsmediziner wirklich auch eine vermittelnde Rolle einnehmen kann um das, um diesen Prozess zu begleiten.
00:22:49: Grundsätzlich ist es ja so wenn Menschen mehr als sechs Wochen im Jahr sozusagen krankheitsbedingt ausfallen, dass es ohnehin stichwort betriebliches Eingliederungsmanagement auch ein Gesprächsangebot geben muss und auch das wiederum ist für den Arbeitnehmer freiwillig.
00:23:04: aber ich glaube auch das kann eigentlich nur helfen die Situation für alle Beteiligten zu verbessern und für den arbeitgeber geht's natürlich auch darum die leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers zu erhalten und sozusagen auch von der Leistung profitieren zu können.
00:23:20: Und was vielleicht auch noch ein Punkt ist, Krebs ist ja auch einfach eine Erkrankung die verursacht ganz viele Unsicherheiten also sowohl beim Betroffenen als auch bei dem direkten Vorgesetzten vielleicht als auch im Team.
00:23:33: Also wie gehe ich damit um?
00:23:34: Wie spreche ich darüber?
00:23:36: Wie will der Betroffene das?
00:23:37: darüber gesprochen wird.
00:23:38: Also manche behalten es halt einfach lieber für sich, vertrauen sich vielleicht noch mit dem Arbeitgeber an aber vielleicht nicht im Team.
00:23:43: Es gibt da ja ganz unterschiedliche Varianten und der Arbeitgebers könnte oder sollte aber auf jeden Fall den Mitarbeiter ansprechen was getan werden kann um die Situation zu verbessern auch wenn der Mitarbeiter lange krank war und vielleicht nicht sagt dass er Krebs hat.
00:24:00: Aber trotzdem was kann der Arbeit Geber tun?
00:24:04: Was wünscht er sich und was kann getan werden damit er wieder in den Arbeitsaktion findet.
00:24:12: Und da können ja vielleicht gerade Betriebsärztinnen und Betriebärzte eine wichtige Rolle spielen, eine vermittelnde Rolle.
00:24:18: also du hast das Thema Vertrauen angesprochen, wem vertraue ich mich an?
00:24:23: Ich kann immer nur wieder darauf hinweisen, Betriebesärzten unterliegen als Ärztinnen der Schweigepflicht sind ideale Partner sich da mal an zu vertrauen und die wissen ja auch, was betrieblich da so möglich ist.
00:24:37: Sie sind diejenigen, die die Unternehmen beraten, die auch beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement mit zur Rate gezogen werden können, die also ganz individuell persönlich aber auch mit Bezug auf die Tätigkeit und das Arbeitsumfeld beraten können wie man die Arbeit so gestalten kann dass auch jemand nach einer Krebserkrankung gut arbeiten kann.
00:25:01: Genau, total wichtige Ergänzung.
00:25:03: Danke dafür!
00:25:04: Und vielleicht noch einen weiteren Hinweis?
00:25:06: Das sind ja alles auch ein Stück weit Richtung sozialrechtliche Fragen.
00:25:11: und da würde ich nochmal auf unser Info-Netz Krebs auch hinweisen wollen.
00:25:15: das ist unsere kostenloser telefonischer Information zum Beratungsdienst bzw.
00:25:19: nicht nur telefonisch man kann sie auch per E-Mail dorthin wenden.
00:25:23: und wer Fragen hat grundsätzlich zu seiner Erkrankung Zu Diagnosetherapiebehandlungsmöglichkeiten, wo lasse ich mich vielleicht am besten behandeln.
00:25:34: Aber eben auch wenn es darum geht wie finde ich zurück in den Job?
00:25:37: Wie spreche ich mit meinem Arbeitgeber?
00:25:39: was kann ich tun?
00:25:40: also der kann sich durch uns oder die Kollegen dort beraten lassen.
00:25:46: Also Aufklärung Beratung Information das sind also schon ganz ganz wichtige Instrumente für die Früherkennung und vor allen Dingen auch für die Prävention.
00:25:54: Die Zusammenarbeit der deutschen Krebshilfe Und der Arbeitsmedizin bzw.
00:25:59: mit uns, dem VdBW zielt genau darauf ab?
00:26:03: Vielleicht kann ich an dieser Stelle noch mal einen Punkt setzen und zwar sprechen wir bei der Prävention von der sogenannten Verhaltensprävention und von der Verhältnisprävenzion.
00:26:12: Die Verhaltungspräbenzionen sind das im Prinzip die Dinge, die jeder einzelne Stück bald selbst in der Hand hat und auch angehen muss.
00:26:17: Also jede Einzelne muss dann eben nicht rauchen, sollte wenig Alkohol trinken, sollte sich bewegen.
00:26:22: Aber die Verhältnisprävention hat eben das Ziel, Verhältnisse zu schaffen.
00:26:26: Die es den Menschen leichter machen, sich gesund zu verhalten.
00:26:30: Im Moment auf der politischen Ebene ist ganz häufig in der Diskussion Tabaksteuer, Zuckersteuer teilweise auch Alkoholschwein.
00:26:35: Das sind total wichtige Maßnahmen wo die Politik einfach eine Anbedingung schaffen muss.
00:26:40: Wir haben noch gar nicht über den V-Schutz gesprochen, da geht es ja zum Beispiel auch um Verschattungen von öffentlichen Plätzen oder auch in Kitas und Schulen und Spielplätzen aber auch im betrieblichen Setting natürlich.
00:26:51: und worauf ich hinaus will wir brauchen letztendlich für die Prävention ein gesamtgesellschaftlicher Kulturwandel.
00:26:59: tatsächlich also Es geht.
00:27:03: Es geht um gesunde Menschen, die wir erreichen wollen und zu denen wir hingehen müssen.
00:27:07: Aber wir dürfen halt nicht dieses Krankheitsdenker... Wir gehen zum Arzt wenn wir krank sind sondern im Prinzip es geht darum dass wir an die Menschen kommen wenn sie gesund sind.
00:27:17: und das muss in die ganz verschiedenen Lebenswelten hineingebracht werden.
00:27:21: Und ich glaube wenn in den Betrieben sozusagen wie so ein Impuls ausgehen kann dass sozusagen auch in den betrieben Verhältnisse geschaffen werden um es den Arbeit nehmenden leicht zu machen, sich gesund zu verhalten.
00:27:34: Kann das ein Riesenimpuls sein und kann eine riesigen Wirkung entfalten?
00:27:38: Natürlich nicht direkt morgen oder übermorgen aber Prävention ist einfach ein Thema.
00:27:45: da wird sich der Benefit dann wirklich erst langfristig sichtbar machen also im Großen gesehen, im Kleinen natürlich auch schneller.
00:27:54: Aber wie gesagt, da kann vielleicht von der Arbeitsmedizin beziehungsweise aus Betrieben heraus wirklich einen Impuls.
00:28:00: Also wenn Arbeitgeber das Potenzial erkennen und da auch ein bisschen Lust drauf haben – und das möchte ich gerne mitgeben!
00:28:07: Es macht ja auch Spaß.
00:28:09: Das Ziel ist ja, dass die Menschen sozusagen lange gesund bleiben in Klammern und auch arbeiten können.
00:28:18: Und wenn Unternehmen das einfach für sich... erkennen.
00:28:22: Abgesehen davon ist es sicherlich auch eine bindende Maßnahme, also dass das Zugehörigkeitsgefühl zu den Unternehmen auch steigert.
00:28:29: Total!
00:28:30: Das macht ja auch ein Arbeitgeber total attraktiv wenn er bestimmte Angebote halt zur betrieblichen Gesundheitsförderung.
00:28:36: Je nachdem was es für Maßnahmen sind stärkt vielleicht auch das Zusammengehörig- keits Gefühl und das ist einfach ein wahnsinnig großes Potenzial und ich würde mich total freuen wenn Arbeitgebers ganz viele machen das natürlich.
00:28:48: Gerade große Betriebe, die sind da ja schon super aktiv.
00:28:51: also es hört sich jetzt vielleicht so an als würde dann noch gar nichts passieren, so ist es ja gar nicht.
00:28:54: aber alle die da vielleicht noch weniger aktiv sind, die möchte ich vor allen Dingen ansprechen und motivieren sich da auch mit dem Thema auseinanderzusetzen gucken was es möglich im jeweiligen Betrieb und ja im Zweifelsfall auch auf euch oder auf uns zuzugehen und dann können wir gegebenenfalls unterstützen.
00:29:16: Das ist ein super wertvoller Impuls und fast ein gutes Schlusswort, aber jetzt kommen wir zum traditionellen Finale sozusagen im Podcast.
00:29:25: Das sind die Takeaway-Messages und ich habe da schon was vorbereitet.
00:29:28: Ich hoffe du bist einverstanden mit unseren Botschaften.
00:29:32: fangen wir direkt an.
00:29:33: Erstens Krebsprävention beginnt lange vor einer Diagnose Und der Arbeitsplatz ist ein wichtiger Ort um viele Menschen mit Prävention und Früherkennung zu erreichen.
00:29:45: Betriebsärztinnen und Betriebärzte können Krebsprävention konkret unterstützen durch Aufklärung, Beratung, Motivation zur Früherkennung und die Gestaltung gesundheitsgerechter Arbeitsbedingungen.
00:29:57: Und drittens auch nach einer Krebsdiagnose bleibt Arbeit ein wichtiges Thema.
00:30:03: eine gute betriebliche Begleitung und individuell angepasste Arbeitsbedienungen können Rückkehr Teilhabe und Beschäftigungsfähigkeit unterstützen.
00:30:12: Korrekt, genau.
00:30:13: Das ist eine ganz tolle Zusammenfassung von dem heutigen Podcast.
00:30:17: und als Abschluss möchte ich noch mal wieder den Bogen schlagen zur nationalen Krebspräventionswoche.
00:30:22: die steht übrigens unter dem Motto Lass mal check'n.
00:30:25: in diesem Kontext dann auch vielleicht an alle Hörerinnen und Hörern checkt auch sie, checkt ihr sozusagen die Angebote die wir zur Verfügung stellen und tragt es in die Unternehmen und Betriebe und wir freuen uns sehr über die Teilnahme.
00:30:42: Ja, also ich werde mir auf jeden Fall den einen oder anderen Vortrag anhören.
00:30:45: Vielen Dank für diesen Input, vielen Dank für deine Zeit Schollotte.
00:30:48: schön dass du heute hier warst Für dieses sehr sehr wichtige Thema was wir natürlich sehr gerne weiterhin zusammen begleiten werden.
00:30:55: Genau ja ganz herzlichen Dank!
00:30:56: Vielen dank fürs Gespräch
00:30:58: Und vielleicht bis zum nächsten mal
00:31:00: Tschüss
00:31:27: So Susanne.
00:31:29: Ja schön dich zu sehen.
00:31:33: Ich hatte ein interessantes Gespräch mit Charlotte Weiß von der Deutschen Krebshilfe.
00:31:37: Wir haben anlässlich der Nationalen Krebspräventionswoche natürlich über das Thema Krebs prävention und Früherkennung im betrieblichen Setting gesprochen, da hätte ich noch eine Frage.
00:31:50: Krebs Prävention, Früherkennungen die Begleitung von Beschäftigten mit oder nach einer Krebserkrankung?
00:31:56: Wo siehst du als Arbeitsmedizinerin ganz konkret die besondere Rolle der Betriebsärztinnen und Betriebesärzte in diesem Sachverhalt.
00:32:07: Ja Lukas, also ich finde das erstmal großartig dass wir auch immer wieder andere Kolleginnen und Kollegen in unserem Podcast einladen und die auch sehr gern dabei sind.
00:32:17: Das ist ein ganz wichtiges Thema was ihr da bearbeitet habt.
00:32:20: Ich freue mich schon auf das fertige Produkt.
00:32:23: Ja, aber jetzt um auf deine Frage zu antworten.
00:32:28: Tatsächlich sehe ich als praktisch tätige Betriebsärztin drei wichtige Hebel in diesem Themenfeld.
00:32:39: Ich würde mal mit der Prävention anfangen.
00:32:42: Betriebesärztinnen und Betriebersärzte beraten die Beschäftigten auf der individuellen Ebene Ganzheitlich, das ist unser Selbstverständnis.
00:32:52: Stichwort arbeitsmedizinische Regel ganzheitliche Vorsorge und das bedeutet unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen die jeder mitbringt.
00:33:04: Der konkreten Lebensumstände die ja sehr unterschiedlich sein können und der konkreten Arbeits- umgebungs Situation in denen sich Menschen befinden können.
00:33:16: durch unseren Organisationalen Zugang zu den Unternehmen können wir eben auch zu Risiken und gesunder Lebensführung informieren.
00:33:26: Also, wir haben hier ja auch die Möglichkeit
00:33:30: über
00:33:31: gut strukturierte betriebliche Gesundheitsförderungsmaßnahmen oder im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements Informationsmaterial zusammenzutragen, Informationsveranstaltung anzustoßen und breit zu informieren.
00:33:49: Also hier kommt ja wieder auch der Gedanke ins Rennen, die Arbeitswelt als das größte Präventionssetting in Deutschland.
00:34:00: Der zweite Hebel ist aus meiner Sicht Die Früherkennung.
00:34:06: Betriebsärztinnen und Betriebensärzte erheben im Rahmen der individuellen Vorsorge eine gründliche Anamnese.
00:34:15: Dazu gehört es auch, dass gegebenenfalls bestehende familiäre individuelle Risiko für Krebserkrankungen zu erheben oder zu berücksichtigen.
00:34:29: Daraus leitet man dann ja auch entsprechende Empfehlungen ab das also auch im Blick zu haben und durch die klinischen Befunde Untersuchungen erheben, ergeben sich gegebenenfalls schon erste Hinweise auf Risikoentwicklungen.
00:34:53: Die dann natürlich eben auch in die Beratungsleistung mit einfließen.
00:34:58: Aber an dieser Stelle muss noch ein wichtiger Hinweis gegeben werden Auch wenn wir ganzheitlich beraten Wenn wir klinisch untersuchen so haben unsere diagnostischen Mittel aber eben auch Grenzen.
00:35:12: Das heißt, nicht alle Leistungen die man im Rahmen einer Früherkennungsuntersuchung durchführen könnte können zu Lasten der Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern durchgeführt werden.
00:35:27: das heisst Wir erfassen das individuelle Risiko, wir beraten individuell und wenn wir konkreten Handlungsbedarf erkennen dann verweisen wir weiter auf die hausärztliche Versorgungsschiene um zu lasten der gesetzlichen Krankenversicherung weiterführende Untersuchungen anzuregen.
00:35:49: Der dritte Hebel ist der Hebel mit oder nach einer Krebserkrankung zurück in den Beruf.
00:35:58: Glücklicherweise können ja sehr viele Menschen nach überstandener Krebserkrankung wieder ins normale Arbeitsleben zurückkehren.
00:36:07: Viele von ihnen haben dann womöglich einen sogenannten Grad der Behinderung, der diesen Menschen auch einen besonderen Schutz im Arbeitsumfeld zuspricht oder ermöglicht.
00:36:22: Nicht selten müssen dann auch hinsichtlich der Tätigkeiten Anpassungen vorgenommen werden.
00:36:27: Das erfolgt zumeist im Rahmen eines betrieblichen Eingliederungsmanagements, in das Betriebsärztinnen und Betriebensärzte einbezogen werden können.
00:36:38: Die Entscheidung ob die Betriebesärztin oder der Betriebersarzt dabei sein soll trifft im übrigen der- oder die Beschäftigte oder Betroffene selber!
00:36:48: Das ist wichtig.
00:36:49: Das sollen Menschen einfach auch wissen.
00:36:52: sie können sich immer dann auch an ihre betriebserzliche Versorgung wenden, wenn sie aufgrund einer chronischen Erkrankung oder auch nach überstandener Erkränkung Leistungsveränderungen bei sich selber erkennen.
00:37:06: Das heißt Veränderungen die dazu führen dass eben die Arbeitsaufgabe nicht mehr vollständig erfüllt werden kann.
00:37:16: Betriebsärztinnen und Betriebesärzte sehen dann zu im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements zusammen mit den Beschäftigten und dem Personal verantwortlichen Führungskräften entsprechend des Leistungsvermögens der Betroffenen Arbeitsplätze oder eben auch Arbeitsaufgaben
00:37:34: anzupassen.
00:37:35: Also vielen Dank für den Überblick, das sehe ich schon tatsächlich.
00:37:39: es ist ein wichtiges Handlungsfeld und auch ein großes Handlungsfeld für Arbeitsmedizinerinnen und deswegen sicherlich auch dieses Satellitensymposium ziemlich gut platziert bei uns im Kongress.
00:37:50: dann zum Deutschen Betriebsärztekongress kommenden Monat im Oktober
00:37:55: Ja, auf jeden Fall.
00:37:56: Und wir freuen uns ja auch Lukas wenn wir auf unsere letzten Kongress und Veranstaltungen blicken.
00:38:01: die Krebshilfe ist ja schon sehr lange eine stabile Partnerin des Verbands deutscher Betriebs- und Werkstätten.
00:38:10: Seit über zwanzig Jahren arbeiten das schon zusammen!
00:38:13: Ganz viel lieben Dank Susanne!
00:38:14: Sehr gerne!
00:38:16: Lukas ich wünsche dir einen schönen Tag!
00:38:19: Wünsche ich dir auch schön Feierabend!
00:38:22: Guten Morgen Lukas.
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